busco me

es ist schon seltsam. ich bin wieder hier und ich habe das gefühl, dass mich altlasten erdrücken. ich habe angst wieder in alte und vergangene löcher zu fallen. ich will nicht, dass nun wieder alles gleich bleibt.

ich weiß gar nicht wie ich es beschreiben soll, dieses gefühl im moment. ich war so glücklich während der zeit in madrid, ich hab mich so frei und unabhängig und gut gefühlt. und jetzt? war es vielleicht einfach nur die situation, dieses weg sein, in der fremde, in neuem land mit neuen leuten? hab ich mich eigentlich gar nicht verändert? und nun bricht wieder alles über mich herein?

ich will es nicht zulassen, es ging mir so gut und es geht mir noch so gut. ich habe angst dieses gefühl wieder zu verlieren. ich weiß einfach nicht wie ich mir hier wieder eingewöhnen soll, hier in dieser umgebung in der sich nichts verändert hat und alles ist wie vorher und meine erfahrungen in die ferne rücken, aber ich hab mich verändert.

doch an einem tag weiß ich was ich will. am nächsten fehlt mir etwas. an einem tag bin ich zufrieden mit meinem leben, ich fühl mich gut, ich vermisse nichts, ich fühl mich ausgefüllt. am nächsten tag wünsch ich mir mehr, will ich mich wieder verlieben, hab das gefühl mein studium nicht auf die reihe zu bekommen.

es tat gut gestern mit j. darüber zu reden. jemanden zu haben dem es genauso geht.  der in einem beziehungschaos lebt, aber für den eine feste beziehung nicht alles ist, nicht das leben definiert. manchmal weiß ich nicht ob ich nur neidisch bin auf meine freunde mit geregeltem leben, die wissen was sie im leben erreiche n wollen, die einen plan für ihr leben haben, die ihren partner seit jahren haben, nie an etwas anderes als an ein leben mit genau diesem gedacht haben, familie, kinder und job und die damit ausgefüllt sind, zufireden oder ob ich es wirklich ablehne, weil es mich selbst langweilt, weil ich das gefühl habe, dass es vielleicht noch etwas anderes gibt.

yo soy una montaña rusa que sube que baja
que rie que calla confusa me dejo de llevá

yo busco me busco y no me encuentro

(bebe - busco me)

1 Kommentar 21.4.10 23:45, kommentieren

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me fui

scheiße! warum tut es immernoch weh? warum kann ich es immernoch nicht vergessen? warum wünsch ich mir immernoch dass du mich anrufst, mir schreibst, irgendein zeichen sendest, dass ich dir nicht vollkommen egal bin, dass es dich interessiert wie es mir geht?

das ist  wohl das was am meisten weh tut, dein desinteresse. warum kann ich nicht auch einfach vollständig loslassen?warum muss ich immer noch sooft daran denken? du bist mir noch nicht egal und das ist, was es so schwer macht, deshalb beschäftigt mich noch.

und vielleicht ist es nicht fair, dass ich dich verfluche, dich hasse für das was du getan hast, aber es ist einfacher loszulassen. ich weiß du hast mir am ende gesagt, dass du das nicht kannst, das du nicht dafür bereit bist und ich hatte gehofft, dass es anders ist, dass sich das ändert und wusste aber, dass ich dich schon verloren hatte und habe mich einfach nur noch selbst verletzt, doch nun fällt es mir leichter weiter zu gehen. ich denke noch oft genug an dich und weiß, dass du es nicht tust, aber ich werde dir nicht schreiben, ich werde mich nicht bei dir melden, dafür tat es einfach alles viel zu weh und wenn ich bei dir auf der seite von anderen mädchen lese, dann merke ich, dass es mir nicht egal ist, dass ich wieder schreien will vor wut und verletzung, deshalb kann ich noch nicht mit dir reden. vielleicht irgenwann...

und eigentlich will ich dir nicht nachhängen, will dem schmerz nicht nachhängen, denn es bringt nichts es immer wieder durchzumachen, ich will weiter...

 

ich glaub ich muss hier wieder raus
ich war schon viel zu lange nächte immer bloß hier
ich werd nicht fragen, werd immer nur suchen, niemals bleiben

denn ist aufregend alleine zu sein
man sagt als single könne man alles erreichen
und es sei schön, so schön, so schön
ja es sei schön so schön
und auch so verdammt cool ein cowboy zu sein
ein cowboy zu sein, wir wollen immer cowboys sein

doch deine stimme sie klingt so furchtbar weich am telefon
denn ich weiß es geht dir nicht besonders gut
du sagst, wer kann sich schon entscheiden
es ist so schwer in dieser zeit

es wär nur schön, wenn du mich ab und zu besuchst
ich weiß du bist auch so viel gelaufen
doch gefunden hast du nichts,
was nicht schon jetzt in deiner eingangstür steht
es ist so traurig,
wenn man sieht wieviel zeit man dafür aufbringt
vielleicht kann ich dich eines tages ja verstehen
vielleicht werd ich eines tages wach und ich werd sagen,
es ist schön in deine augen zu sehen
denn ich war lange unterwegs,
doch jetzt ist es zeit mal was zu wagen

(Gisbert von Knyphausen - Cowboy)

 

 

7.1.10 23:50, kommentieren

neues jahr-neues glück

ja wieder ist ein jahr um, das alte jahr haben wir hinter uns. und eigentlich spielt es keine rolle, dass wir nun 2010 schreiben, dadurch ändert sich nichts. außer das wir vielleicht überlegen, wie wir das alte jahr so verbracht haben, was wir geschafft haben, was wir gesehen und erlebt haben, was wir verloren haben und was wir gewonnen haben.

mein jahr 2009 war ein ziemliches auf und ab.  es war ein jahr in dem ich mich immer wohler in berlin gefühlt habe, immer heimischer und es war das jahr in dem ich berlin aber auch verlassen habe und durch die tage vor meiner abreise nach spanien und auch währrend der monate hier habe ich meine freunde immer mehr zu schätzen gewonnen und es wurde immer schwerer sie zurückzulassen. aber ich bereue meine entscheidung nicht, es war eine erfahrung und es tat mir gut mal so weit weg zu sein.

und ich habe mich das erste mal so richtig verliebt, das erste mal konnte ich meine gefühle nicht kontrollieren, hatte nicht alles im griff, was mir leider auch am ende zum verhängnos geworden ist und ich diese sache im alten jahr lassen will. ich konnte damit abschließen und ich konnte es gut wegschieben und dennoch tut es weh wenn ich daran zurückdenke.

und was will ich im jahr 2010? ich habe keine ahnung, ich habe nichtmal darüber nachgedacht, für dieses jahr gibt es keine ziele. ich möchte keine ansprüche stellen um später enttäuscht zu werden oder von mir selbst enttäuscht zu sein. ja, natürlich möchte ich wieder schöne erfahrungen machen, die tage genießen, lachen,  glücklich sein und vielleicht mich auch wieder verlieben.

aber ich lasse mich überraschen von dem was passiert...

 

Und es fängt alles von vorne an
Der Wind treibt uns fort und dann
Reden wir genau wie bisher
Von unserm leben
Das sich immer so weiter dreht
Und wir immer noch nichts verstehen
Von dem Chaos in unsern Hirnen
Und dem Gang unserer Wege

Und wir rauchen immer viel zu viel
Doch wir sehn gut dabei aus
Ja wir rauchen mit Stil
Wir warten auf den Anfang der Nacht
Wenn das Licht ausgeht
Und unser müdes Herz wieder lacht

Und wir gehen in die Kinos, die Kneipen
Und wir tanzen und wir hoffen
das noch so viel passiert

Doch wir fühlen uns trostlos, gelangweilt
Und ja so verprellt von der Liebe und den tanzenden Menschen

Und wir trinken immer viel zu viel,
Und wir sehn gut dabei aus,
Ja wir trinken mit Stil
Und wir warten auf den Taumel der Nacht
Wenn das Licht ausgeht
Und unsere trunkene Seele erwacht

(Gisbert zu Knyphausen - So seltsam durch die Nacht)

1 Kommentar 6.1.10 15:02, kommentieren

Christmas...agian

das jahr ist wieder fast zu ende und es ist mal wieder an der zeit sentimental zu werden. weihnachten steht vor der tür. ich kann nicht leugnen, dass ich mich auch darauf freue, dass ich mich freue nach deutschland zu fliegen und meine familie und freunde in die arme schließen zu können, mit ihnen zusammen die feiertage zu verbringen und dieses fest zu feiern mit lebkuchen, glühwein, tannenduft und unmengen an keksen.

aber warum weiß man manchmal nur weihnachten seine freunde und familie so zu schätzen? warum legt man weihnachten so viel wert darauf es im kreise seiner liebsten zu feiern?  warum ist es so traurig und deprimierend es nicht zu tun? was ist der zauber von weihnachten? zumal doch der großteil der leute in der adventszeit absolut gestresst sind mit plätzchen backen, dekorieren, durch die stadt hetzen um geschenke zu suchen und zu kaufen...

ich bin eigentlich überhaupt kein weihnachtsgegner, ich liebe diese zeit auch, ich liebe diese gerüche, ich liebe es abends bei einer  tasse tee oder kakao mit einer decke dazusitzen und einen schönen film zu gucken, ein hörspiel zu hören oder ein buch zu lesen während es draußen dunkel und kalt ist, vielleicht sogar schneit, ich mag auch die weihnachtstraditionen und ich mag es dass man zusammen ist. und doch frag ich mich einfach warum man dafür eine bestimmte jahreszeit braucht um das zusammensein mit freunden und familien, das gemeinsame plätzchen backen, dass sich gegenseitig kleine freuden machen mit geschenken oder dass zusammen auf dem weihnachtsmarkt glühwein trinken, zu genißen.

es ist so ein bisschen wie mit geburtstagen - warum braucht man einen tag um einer person, die man gern hat, zu zeigen, dass es so ist und ihr eine freude machen will. warum kann man das nicht an jedem anderen tag im jahr auch zeigen und dem menschen vielleicht eine freude oder ein geschenk machen wenn einem danach ist?  und ja trotzdem auch freu ich mich an meinem geburtstag, wenn menschen, die mir wichtig sind, an mich denken. wenn es nicht so wäre, wäre ich traurig und enttäuscht.

doch vielleicht ist es auch gut, dass eine extra zeit gibt um besinnlich und ruhig zu werden und einige menschen aus ihrem alltag ein bisschen abzubremsen, denn irgendwie haben doch noch die meisten menschen an weihnachten das bedürfnis nach ruhe und zurückgezogenheit aus der hektischen welt.

15.12.09 22:46, kommentieren

this is how it works

es ist viel zeit vergangen, viel passiert, einiges hat sich verändert und manchmal geht mir alles zu schnell.

ich brauche es einfach gerade mal wieder zu schreiben, meine gedanken etwas zu sortieren, mir darüber klar zu werden, gefühle loszuwerden und festzuhalten.

im moment sind die tage wieder sehr wechselhaft, die erste aufregende zeit in madrid ist vorbei, und ich weiß auch gar nicht wo die letzten wochen geblieben sind, doch der alltag ist hier eingekehrt und trotzdem schwanke ich immernoch zwischen einer erlebnisreichen, tollen und unvergesslichen zeit und einem gefühl von müdigkeit, alleinsein und abgeschlagenheit.

ich bereue es nicht, es war eine gute entscheidung, insgesat tut es mir gut hier zu sein, auch wenn es manchmal für mich hart ist, aber ich brauchte und ich brauch veränderung im leben.

und auch nach allem was in den tagen vor meiner abreise nach spanien passiert ist, nach den ersten tagen meiner ankunft hier, dachte ich, ich hätte es durch die entfernung überwunden, doch in den letzen tagen musste ich feststellen, dass es immernoch weh tut und ich es immernoch nicht verstehe.

wie kann man einen anderen menschen nur so wie dreck behandeln? wie kann man einen menschen, dem man zuvor beteuert hat, dass er einem wichtig ist, so etwas antun? s. hat am ende alles kaputt gemacht. ich war wirklich glücklich, ich dachte wirklich, dass sich diesmal etwas ändern würde und er hat soviel für mich gemacht, all diese kleinigkeiten, die autoreperatur im strömenden regen, die karte, die telefonate, der sponate überraschungsausflug nach berlin und am ende? hat er alles zertört. er war nicht mehr ehrlich zu mir, vielleicht um mir nciht weh zu tun, doch dadurch hat er alles noch schlimmer gemacht.

wenn ich jetzt daran denke wieviele tränen ich vergossen habe, wieviel ich geschrien habe, wieviel ich durch die lust geschmissen habe aus wut, dann tut es immer noch weh, mir kommen immer noch die tränen hoch, zum einen aus trauer um die schönen dinge, die schönen bilder und erinnerungen, die aber verblasst sind, zum anderen aus wut, wut auf ihn, dass er mich so behandelt hat, wut auf mich, dass ich es zugelassen habe, dass ich nicht eher die notbremse gezogen hab, erst als ich meinen absoluten tiefpunkt erreicht hatte, konnte ich ihn hassen und abschreiben.

danach tat es mir gut, 2000 km weg zu sein, in einer neuen stadt, in einem neuen land, ganz allein. es gab viele neue eindrücke, erlebnisse und es hat mich abgelenkt. ich war glücklich und ein wenig stolz auf mich selbst es wirklich gemacht zu haben und ich fühlte mich wieder unabhängig.

mittlerweile fühl ich mich müde und ausgelaugt und brauch eine pause.  die veränderung tut mir gut und doch vermisse ich mein gewohntes umfeld sehr. es ist anstrengend, ständig neue menschen kennenzulernen, sie einschätzen zu müssen, sie zu kategorisieren und viel zeit investieren zu müssen um die zu finden mit denen man auf einer wellenlänge liegt.

 

 This is how it works
You're young until you're not
You love until you don't
You try until you can't

You laugh until you cry
You cry until you laugh
And everyone must breathe
Until their dying breath

No, this is how it works
You peer inside yourself
You take the things you like
And try to love the things you took

(regina spektor- on the radio)

1 Kommentar 11.12.09 00:12, kommentieren

goodbye!

das leben ist  wirklich nicht fair. 

es ist viel passiert in den letzten monaten, viele erlebnisse, doch hatte ich selten das bedürfniss sie aufzuschreiben, weil es oft das gleiche war und ist. man lebt im alltag vor sich hin, dreht sich oft im kreis mit seinen gedanken und gefühlen und alles zieht an einem vorbei. die zeit rast wirklich.

in den letzten wochen war ich immer im wechsel zwischen hoch und tief, zur abwechslung mal mehr oben als unten. ich habe einen menschen kennengelernt, der mir auf anhieb ein gefühl von vertrautheit gegeben hat. ich habe mich noch nie so schnell so wohl gefühlt bei einer person. er bringt mich zum lachen, er ist für mich da, er nimmt sich zeit für mich, er zeigt mir das er mich mag, ich kann mit ihm reden und ich fühl mich einfach glücklich und aufgehoben wenn wir zeit verbringen. leider ist genau das nicht sehr oft möglich, denn 200 km trennen uns.

zu allem überfluss gehe ich bald für 6 monate weg und wir kennen uns einfach noch nicht so lange, dass das gut gehen kann. wir haben darüber geredet und er hat gesagt , er will keine fernbeziehung, er will mir auch keine steine in den weg legen, ich solle doch mein leben genießen. ich bin noch jung und kann soviel erleben und er will mir da nicht im weg stehen. dabei füllten sich seine augen mit tränen und ich wusste nicht ob es wegen mir ist oder wegen alten wunden, die ihm seine vergangene beziehung zugefügt hat.

ich wollte nicht weinen und doch konnte ich es auf der rückfahrt nach unserem abschied  nicht mehr zurückhalten.

das ist alles nicht fair. und ein bisschen zerstört der gedanke an die zukunft ein wenig das was wir im moemnt haben, weil ich nicht weiß ob ich mich nun eher distanzieren sollte um nicht noch mehr gefühle zu entwickeln,um nicht mehr verletzt zu werden, aber ich möchte so gern die zeit noch genießen.

 

Well, I never want to see you unhappy
I thought you'd want the same for me

Goodbye, my almost lover
Goodbye, my hopeless dream
I'm trying not to think about you
Can't you just let me be?
So long, my luckless romance
My back is turned on you
Should've known you'd bring me heartache
Almost lovers always do

We walked along a crowded street
You took my hand and danced with me
Images
And when you left, you kissed my lips
You told me you would never, never forget
These images

Did I make it that
Easy to walk right in and out
Of my life?

(a fine frenzy- almost lover)

16.6.09 20:02, kommentieren

standing in the way of control

selbstkontrolle. ein wort was mich ganz gut beschreibt.

ich kann nicht einfach loslassen, ich kann die situation nicht aus der hand geben. ich kann nicht einfach danach handeln wonach mir gerade ist, das machen worauf ich gerade lust habe. ich wäge es vorher ab, welche konsequenzen könnte diese eine handlung in der zukunft haben, wir würde es in der situation auf meine umgebung wirken, was würden sie über mich denken, welches bild würden sie von mir bekommen.

es hemmt mich einfach so, ich würde so gern ab und zu loslassen.

aber ich möchte, dass meine umwelt ein ganz bestimmtes bild von mir hat und ich möchte selbstsicherheit ausstrahlen und ich möchte witzig sein, charmant, gebildet, selbstbewusst, offen, interessant und liebenswert.

doch ich bekomm es einfach nicht hin, ich will so sehr die kontrolle darüber, so sehr mein tun kontrollieren um dieses bild herzustellen, dass es dann nicht mehr funktioniert.

manchmal komm ich mir einfach so klein vor und ich habe das gefühl, dass das auch jeder sieht, dass es für jeden erkennbar ist wie angespannt ich innerlich bin, wie unsicher, wie frustriert, kaputt und einsam ich bin.

und schon wieder weiß ich keinen weg mehr, weiß ich nicht wo ich hinlaufe, was ich tun soll, wie sich etwas ändern soll und schon wieder hab ich das gefühl keine kraft mehr zu haben , nicht mehr weitermachen zu können.

doch gehtes irgendwie immer weiter. es beginnt immer wieder ein neuer tag und immer wieder kämpfe ich mich durch.

die fassade bricht irgendwann zusammen.

28.3.09 03:40, kommentieren